Als Bild-Dateien: Vorderseite, Rückseite

 

Vorderseite:

Nazis stoppen!

Am 18.Februar 2006 um ca. 11 Uhr wollen Neonazis das erste Mal seit 7 Jahren erneut in Münster aufmarschieren. Das „Aktionsbüro West“ will unter dem Motto „Gegen imperialistische Fremdherrschaft, für Freiheit und Selbstbestimmung der Völker! Besatzer raus aus Münster!“ durch die Stadt ziehen.
„Telgte – Links Ab!“ ruft dazu auf sich an den Gegenaktivitäten zu beteiligen.

 

  • Do. 16.02. 18.00 Uhr, Schloß, Hörsaal S8

Informationsveranstaltung der Asten

  • Fr. 17.02. 19.00 Uhr, HBF

Demonstration des Antifa-Bündnis’ 18/02
„Beat down germany“

  • Sa. 18.02. 8.00 Uhr, HBF Ausgang Bremer Platz

Querstellen gegen den Naziaufmarsch
von der Initiative „ Kreuzviertel stellt sich quer!“

  • Sa. 18.02. 10.00 Uhr, HBF

Demonstration des Antifa-Bündnis’ 18/02
„Nazi-Aufmarsch verhindern!“

  • Sa. 18.02. 12 Uhr, Servatiiplatz

Kundgebung des „Bündnis gegen Rechts“

  • Sa. 18.02. 14.00 Uhr, Prinzipalmarkt

Kundgebung „Münster für Menschlichkeit“
DGB, Ratsfraktionen, Ausländerbeirat,
VVN/BdA Münster, Friedensforum und
weitere Unterstützer

Treffen für die gemeinsame Hinfahrt ist am Samstag um 8.30 Uhr am Bahnhof
Telgte!

Rückseite:

In den letzten 10 bis 15 Jahren ist ein verstärktes Auftreten der so genannten „freien Kameradschaften“ in der neonazistischen Szene speziell in Westdeutschland festzustellen. Sie bezeichnen sich als autonom und zählen sich zum „Nationalen Widerstand“ der als militant-neonazistisch gilt.
Ihre Zahl wird vom Verfassungsschutz auf etwa 150 geschätzt, eine Kameradschaft bildet sich aus zirka fünf bis zwanzig Mitgliedern.
Diese Gruppen werden den Großteil der Nazis stellen, die am kommenden Samstag aus der Umgebung nach Münster anreisen werden. Aus Münster direkt werden eher wenige Neonazis erwartet die an der Demonstration teilnehmen wollen.

Die Demonstration ist von dem 23-jährigen Axel Reitz angemeldet, einer der bekanntesten und wichtigsten Funktionäre der rechtsextremen Szene.
Dieser fiel immer wieder durch rechtsextreme Taten auf und muss sich für diese demnächst verantworten:

„Am 9. September 2005 wurde Reitz vom Landgericht Bochum wegen Volksverhetzung zu 21 Monaten Haft verurteilt. Da gegen ihn zudem wegen Verstoßes gegen Paragraph 130 StGB noch eine Bewährungsstrafe von einem Jahr vorlag, muss er nun insgesamt 2 Jahre und 9 Monate in Haft verbringen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.“ (Wikipedia)


In Münster stößt der geplante Aufmarsch nicht gerade auf Anklang.
So haben mehrere Gruppen und Bündnisse Gegenaktionen angekündigt.
Schon in der Woche vor dem geplanten Aufmarsch gibt es verschiedene Infoveranstaltungen, sowie Vorträge.
Außerdem wurden schon mehrere zehntausend Flugblätter verteilt.
Die Offene Antifa Münster hat sich zum Ziel gesetzt den Aufmarsch von Anfang an zu unterbinden. Es wird davon ausgegangen, dass bei ausreichend Gegendemonstranten die Demonstration der Neonazis nicht stattfinden kann.
Man wolle versuchen eine Etablierung der extremen Rechten im Münsterland unter anderem durch die Gruppe „Nationaler Widerstand Warendorf“, wie sie z.B. in Hamm bereits durch andere Gruppen geschehen ist, zu verhindern.

Demo-Tipps

 

Wenn man an einer der Gegendemonstrationen teilnehmen möchte, ist es ratsam einen Ausweis sowie ein Handy bzw. eine Telefonkarte mit sich zu führen.
Auf gar keinen Fall sollte man Alkohol vor oder während der Demonstrationen konsumieren. Des Weiteren sollte man darauf achten keine Gegenstände mitzunehmen die als Waffen benutzt werden könnten (z.B. Taschenmesser).
Man sollte sich vorsichtshalber so kleiden, dass man nicht sofort als Demonstrationsteilnehmer erkennbar ist, um Konflikten aus dem Weg zu gehen.
Kommt es trotzdem zu Konflikten, ist es wichtig, dass man nicht alleine unterwegs ist, sondern sich in einer Gruppe von mindestens 5 Leute befindet.

 

Weitere Informationen:

AStA Münster, Bündnis gegen Rechts

No Nazis!